Interview mit Nico Nägele

Servus Nico, stell dich bitte einmal kurz vor.
Nico Nägele: Mein Name ist Nico Nägele, ich bin 25 Jahre alt, gelernter Werkzeugmechaniker und seit Juli 2024 als Vertriebstechniker bei der GRESSEL AG tätig. In meiner Freizeit spiele ich Fußball beim FC Öhningen-Gaienhofen. In den Wintermonaten verschlägt es mich meist auf die Skipiste. Außerdem habe ich mir nach meinem Techniker ein Haus gekauft, das ich momentan am Umbauen bin und in das ich voraussichtlich Anfang 2025 selbst einziehen werde.

Seit Juli 2024 bin ich Teil des Teams und zuständig für das Gebiet Süddeutschland (Postleitzahlen: 72, 77, 78, 79, 86, 87, 88, 89) und Vorarlberg.
Ich bin frisch im Außendienst gestartet, konnte aber durch meine technische Ausbildung und meinen Werdegang im Maschinenbau viel fachliches Wissen mitbringen. Dies hilft mir sehr, die Bedürfnisse unserer Kunden zu verstehen und passende Lösungen anzubieten.

Du als Youngstar in unserem Team bist ja doch noch recht jung, könntest du uns bitte von deiner bisherigen Laufbahn berichten?
Nico Nägele: Während meiner Zeit als Werkzeugmechaniker und später in meiner Technikerarbeit habe ich gemerkt, dass mir die Kombination aus Technik, Kundenkontakt und praxisnaher Beratung besonders liegt. Der Außendienst bietet mir genau diese Mischung.
Meine Stationen im Überblick:
– 2016: Realschulabschluss
– 2016–2020: Ausbildung zum Werkzeugmechaniker
– 2020–2022: Berufserfahrung im Dreh- und Fräsbereich, inkl. CAM-Programmierung
– 2022–2024: Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Maschinentechnik
– Seit 2024: Vertriebstechniker Außendienst bei der GRESSEL AG
Seit einem Jahr bist du bei der Gressel AG im Außendienst tätig. Was waren bisher deine interessantesten Projekte?
Nico Nägele: Ein einzelnes „interessantestes“ Projekt gibt es für mich nicht – jedes Projekt ist auf seine Art besonders. Spannend finde ich vor allem die Vielfalt: von Neuprodukten, die so erfolgreich waren, dass sie anschließend ins Standardportfolio aufgenommen wurden, bis hin zu Projekten, bei denen kein einziger Standardartikel von GRESSEL verbaut war, sondern eine komplette Sonderlösung entwickelt wurde.
Das wirklich Interessante an Kundenprojekten ist nicht nur die Umsetzung selbst, sondern der Weg dorthin – vom ersten Gespräch bis zum positiven Feedback am Ende. Besonders beeindruckend sind die Rückmeldungen der Kunden, wenn sie von erheblichen Einsparungen berichten. Gerade bei Turm- oder Pyramidenlösungen lassen sich enorme Potenziale ausschöpfen: Hier konnten Kunden Werkzeugwechselzeiten massiv reduzieren und oft über 30 % Bauteillaufzeit einsparen.
Für mich steht dabei immer ein Ziel im Mittelpunkt: Der Kunde soll am Ende glücklich sein. Wenn wir es schaffen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die Effizienz und Zufriedenheit steigern, dann ist das für mich der größte Erfolg.
Wenn wir schon beim Thema Projekte sind. Ist das auch die größte Herausforderung im Außendienst?
Nico Nägele: Nicht unbedingt. Projekte unterscheiden sich stark in ihrem Umfang: Manche erfordern nur eine einfache Sonderbacke und sind schnell umgesetzt, während andere komplexe Sonderkonstruktionen betreffen, die sich über mehrere Monate ziehen können.
Die eigentliche Herausforderung liegt für mich darin, die Anforderungen des Kunden so aufzunehmen und zu interpretieren, dass wir daraus eine wirklich passende Spannlösung entwickeln. Gerade im Bereich der Automatisierung werden häufig sehr hohe Ansprüche formuliert, die sich im Nachhinein oft als weniger relevant herausstellen. Hier gilt es, gemeinsam mit dem Kunden die entscheidenden Faktoren herauszufiltern und eine Lösung zu finden, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Wie stehst du zum Thema Teamarbeit in eurem 8-köpfigen Außendienstteam in Deutschland?
Unser Team zeichnet sich durch eine sehr familiäre Atmosphäre aus – man merkt die Schweizer Mentalität im positiven Sinn. Egal ob auf Messen, bei Kundenterminen oder bei unseren Team-Events wie gemeinsamen Hüttenwochenenden: Es ist immer ein Highlight, weil Arbeit und Spaß Hand in Hand gehen.
Besonders schätze ich den starken Zusammenhalt. Jeder unterstützt den anderen, und gerade wir Jüngeren profitieren enorm von der Erfahrung der langjährigen Kollegen. So entsteht ein Miteinander, bei dem man voneinander lernt und gleichzeitig gemeinsam Erfolge feiert.
Schweizer Mentalität – was ist damit gemeint?
Nico Nägele: Für mich bedeutet die Schweizer Mentalität bei GRESSEL vor allem Offenheit, Verlässlichkeit und ein sehr familiärer Umgang miteinander. Obwohl wir Außendienstmitarbeiter nicht täglich in der Schweiz sind und unsere Kollegen dort nur zu Schulungen, Kundenbesuchen oder Teammeetings sehen, fühlt man sich immer willkommen und eingebunden.
Ein gutes Beispiel ist die jährliche Weihnachtsfeier: Egal, ob man sich das Jahr über nur drei- bis viermal persönlich begegnet – es spielt keine Rolle. Man kommt sofort mit jedem ins Gespräch, spürt echtes Interesse daran, wie es draußen beim Kunden läuft, und kann gemeinsam lachen und feiern. Dieses offene und unkomplizierte Miteinander ist für mich ein Kern der Schweizer Mentalität bei GRESSEL.
Das war ein Interview mit Nico Nägele.



